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KATZENMINZE (NEPETA CATARIA):

Das ist sicherlich der heimliche Star unter den Botanicals des Schrödinger´s Katzen Gin und zusammen mit Ernst Schrödingers berühmten Katzenexperiment teil der Namensgebung unseres Gin. Unsere Katzenminze beziehen wir aus Frankreich, aber weltweit flippen geschlechtsreife Katzen – sogar Großkatzen - aus, wenn sie diesem Lippenblütler zu nahe kommen. Sie „tanzen“ und geraten in einen rauschartigen Zustand.
Die Wirkung auf den Menschen ist eher die einer Genussdroge. Man kann sie im Tee genießen oder sogar rauchen. Katzenminze verändert die Gemütslage positiv, entspannt und wirkt sogar leicht euphorisierend. Jedenfalls vermindert die Staude des Jahres 2010 die Reizbarkeit und Nervosität und verfügt über einen feinen zitronig-minzigen Geruch. Dem Genuss von Schrödinger´s Katzen Gin kann also mit Freude und Gelassenheit entgegen gesehen werden.

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HEIDELBEEREN (VACCINIUM):

Heidelbeeren werden oft unterschätzt. Die Heidekrautgewächse haben es faustdick hinter den Ohren, vor allem die wild wachsenden. Sie zählen zum sogenannten Superfood und Ernährungsberater raten zum reichlichen Verzehr in der Saison. Neben ihrem süß-sauren Geschmack enthalten sie, was den menschlichen Körper glücklich macht. Anthocyane gelten als entzündungshemmend, bremsen die Hautalterung, wirken gegen Krebs und Arteriosklerose. Außerdem enthalten sie viel Vitamin C und E. Die Heidelbeeren des Schrödinger´s Katzen Gin kommen aus dem Odenwald und werden handgepflückt.

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ZITRONENTHYMIAN (ZHYMUS X CITRIODORUS):

Der Lippenblütler, wie Rosmarin oder Salbei, hat ebenfalls eine Vita als Gewürz- und Heilpflanze. Er ist ein Hybrid aus dem uns bekannten Thymian (Thymus vulgaris) und dem Zitronenthymian (Thymus citriodorus) und wurde schon von Hippokrates im 4. Jahrhundert vor Christus gegen Atemwegserkrankungen eingesetzt. Aber auch für die Bekömmlichkeit leistet er seine Dienste. Sein intensiven, würzigen und frischen Zitrusnoten verdankt er den ätherischen Ölen. Er hat einen betörenden Duft und eine sanft, beruhigende Wirkung. Das bis zu 60 Prozent enthaltene Geraniol wirkt darüber hinaus keimtötend, auch wenn ein guter Gin das wirklich nicht nötig hat.

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WACHOLDER (JUNIPERUS):

Er ist Herz und Seele des Gin, ohne diese Zutat darf sich das Destillat nicht Gin nennen. Es gibt 50 bis 70 Arten, sie zählen zu den Zypressengewächsen, die vorwiegend in der nördlichen Halbkugel beheimatet sind. Ursprünglich als Heilpflanze genutzt, findet er auch in getrockneter Form seinen Weg in die Küche.
Für die Gin-Herstellung werden nur frische Beeren verwendet. Sie werden in Neutralalkohol aus Getreide eingelegt (mazeriert) und geben dabei ihr Aroma ab. Typisch ist ein bitter-süßes Flavour, herber Geschmack und florale Würze. Ihr Charakteristikum ist der Geschmack nach Pinie, Nadelholz, Wachs und Kräutern. Wacholder lässt sich ausgezeichnet mit anderen Gewürzen wie Kubebenpfeffer, aber vor allem auch mit Früchten kombinieren.
Der Wacholder unseres Gin kommt aus Mazedonien. Frei nach dem Philosophen Descartes, der seinen Erkenntnisansatz auf die berühmte Formel gebracht hat: cogito ergo sum – „ich denke, also bin ich“, sagen wir: juniperus ergo sum – „Wacholder, also bin ich“.

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KUBEBENPFEFFER (PIPER CUBEBA):

Dieser aus Indonesien stammende Pfeffer ist so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau unter den Aromaten. Er schmeckt pikant-belebend und kommt ohne zu viel Schärfe aus. Eher eine leichte Bitternote, gepaart mit Kampfer- und Eukalyptusaromen sind seine Stärken, die in den ätherischen Ölen schlummern. In Deutschland wurde er zur Heilpflanze des Jahres 2016 erkoren.
In der Tat: Er wirkt gegen Kopfschmerz, ist schleimlösend und erhöht die Gehirnleistung.
Aber damit nicht genug. Da er auch gegen Schwindel und aphrodisiakisch wirkt. Nennt man ihn auch Schwindelpfeffer oder Bräutigamskörner. Aber was haben Gin und Schwindel miteinander zu schaffen!